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Was ist Amateurfunk?

Amateurfunk ist, rechtlich gesehen, erstmal ein international anerkannter Funkdienst. Er steht neben anderen internationalen Funkdiensten, wie dem Seefunkdienst, dem Flugfunkdienst oder dem Sicherheitsfunkdienst. Der Amateurfunkdienst ist nicht mit dem CB-Funk zu verwechseln, welcher kein Funkdienst, sondern eine gebilligte "Anwendung" ist. Viele Funkfreunde kommen über den CB-Funk zum Amateurfunk.

S-Meter FT225   Marineempfänger FR662B   2m Transceiver FT225 RD

Weltweit nehmen rund zwei Millionen Menschen am Amateurfunkdienst teil. In Deutschland gibt es etwa 80.000 Funkamateure. Jugendliche, Behinderte, Frauen wie Männer. Alle können dieses technisch interessante Hobby ausüben. Unter den Funkamateuren sind auch Prominente anzutreffen. So sind beispielsweise der Sänger Cliff Richard oder auch der Spanische König Juan Carlos I. Inhaber einer Amateurfunkgenehmigung. Auch viele Astronauten (D1und D2 Missionen, MIR-Mission, ISS-Mission) sind zugleich Amateurfunkgenehmigungsinhaber. Thomas Reiter, als aktuelles Beispiel, hat das Amateurfunkrufzeichen DF4TR.

Astronaut Thomas Reiter  

Thomas Reiter, DF4TR, ist zum ersten Mal 1995 und zum zweiten Mal 2006 in der Raumstation ISS gewesen. Von Bord der ISS hat er auch Amateurfunkbetrieb gemacht.

Mehr über die ISS Missionen auf http://www.spacefacts.de.

Mehr zu Amateurfunk auf der ISS auf http://www.qslonline.de/hk/eigen/iss.htm

Foto mit freundlicher Erlaubnis von Joachim Becker (www.spacefacts.de)

Amateurfunkaussendungen darf jeder hören. Senden darf aber nur ein Funkamateur, denn er hat eine amtliche Prüfung bei der Bundesnetzagentur (früher bei den Operpostdirektionen) abgelegt und ein Amateurfunkzeugnis und eine behördliche Zulassung erhalten. Mit dem Amateurfunkzeugnis erhält der Funkamateur ein Rufzeichen zugeteilt, dass – ähnlich einem KFZ-Kennzeichen – weltweit eindeutig ist.

Zeitungsartikel vom 1.12.1988
Im November 1988 gelang dem Veldhauser Funkamateur Rudolf Berg der Funkkontakt zur Raumstation MIR. Hier zum Zeitungsartikel.

Funkamateure sind Menschen, die nach einer Prüfung vor der Regulierungsbehörde auf bestimmten zugewiesenen Frequenzen miteinander in Funkkontakt treten dürfen. Auf der Kurzwelle kann man so die ganze Welt mit recht einfachen Mitteln erreichen. Und auf UKW (Ultra-Kurzwelle) ist es mit ein bisschen Glück zum Beispiel über Satelliten oder bei bestimmten Ausbreitungsbedingungen ebenfalls möglich, zumindest Verbindungen mit allen Ländern Europas aufzubauen. Jedes Amateurfunkband (Frequenzbereich) hat seine Besonderheiten und seinen Reiz.

Funkamateure gibt es seit den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Von Anfang an haben sich Funkamateure gegenseitig geholfen und ausgebildet und dabei viel zur Forschung beigetragen. Auch heute noch wird mit Unterstützung des DARC (Deutscher Amateur Radio Club) geforscht. Es gibt sogar eigene Amateurfunksatelliten. Funkamateure dürfen sich ihre Geräte selbst bauen, deshalb auch die Prüfung vor der Behörde. Aber es gibt auch eine Amateurfunkindustrie, die Funkgeräte und Zubehör herstellt.

Russisches 10m Funkgerät R-108   Schnittstellenwandler Verbindung Funkgerät - Computer   Schaltnetzteil 40A

Ein Funkamateur funkt nur?

Ein Funkamateur ist nicht unbedingt ein "Ständig-Funker". Es gibt Funkamateure, die lieber Funkgeräte und Zubehör bauen, als sie zu benutzen. Das sind die Konstrukteure und Bastler unter den Funkamateuren. Sie besitzen besondere Kenntnisse in der Elektronik und der Funktechnik. Dann gibt es die Entdecker unter den Funkamateuren, die sich der Untersuchung von Wellenausbreitungen und Antennen widmen. Ihr Interesse liegt vorranging in der (Er)forschung. Computer-Freaks gibt es auch unter den Funkamateuren. Sie interessieren sich für digitale Funkbetriebsarten (z.B. Packet-Radio — Datenübertragung mittels Amateurfunk) und den Einsatz von Prozessoren/Computern in der Funktechnik überhaupt. Andere Funkamateure engagieren sich im Notfunkdienst, und stellen mobile Kommunikationszentren für Ausnahmefälle bereit. Bei der Schneekatastrophe 1978 in Schleswig Holstein, als die Telefonverbindungen unterbrochen waren, haben Funkamateure beim Aufbau eines Notfunknetzes mitgewirkt. Auch heute, wenn Festnetz und Mobilfunknetz wegen Stromausfalles oder Überlastung nicht verfügbar sind, können viele Funkamateure dennoch untereinander Kontakt herstellen. Auch das Internet ist präsent im Amateurfunk. Zum einen als Ankündigungs- und Veröffentlichungsmedium (z.B Wettbewerbe, Ergebnislisten), zum anderen wird es seit einigen Jahren aktiv in manche Funkverbindung eingeschlossen. Es gibt "Funkverbindungen", die abschnittsweise über das Internet laufen. Ein- und Ausstiegspunkte sind Funkgeräte, die über das Internet miteinander verbunden sind. Andere Funkamateure interessieren sich weniger für die Technik im Detail, sondern mehr für die Kontakte mit der Welt. Amateurfunk dient auch als Kontaktmedium für bestimmte Interessensgruppen, wie beispielsweise Sportbootfreunde oder Flugbegeisterte. Der Weltumsegler Bobby Schenk, DK8CL, nutzt den Amateurfunk seit 1972 auf seinen Fahrten.

Weltumsegler und Buchautor Bobby Schenk  

Der Weltumsegler Bobby Schenk besegelt seit 1970 die Weltmeere. 1972 erwarb er die Amateurfunklizenz und erhielt das Rufzeichen DK8CL.

Foto mit freundlicher und unbürokratischer Erlaubnis von Bobby Schenk (so sind Funkamateure!).
Mehr über ihn auf seiner Homepage www.bobbyschenk.de
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Ein Funkamateur spricht nur?

Die meisten Funkamateure betreiben in der Tat Sprechfunk. Viele morsen aber auch gerne (Tastfunk) weil mit Morsezeichen die weitesten Verbindungen gelingen und es zudem genormte Abkürzungen gibt, die den internationalen Kontakt auch ohne Fremdsprachenkenntnisse erlauben. Ausserdem ist morsen mittlerweile wieder "in" weil es schon so alt ist. Andere Funkamateure betreiben Funkfernschreiben oder digitalen Datenaustausch (z.B. Packet-Radio, der drahtlose "Chat"), oder senden sich gegenseitig Bilder zu (ATV, Amateur Television). Dann gibt es Funkamateure, die den Mond als Reflektionsfläche benutzen. Andere sind spezialisiert auf Satellitenverbindungen. Manche Funkamateure sind spezialisiert auf Interkontinentalverbindungen (Kurzwelle), andere führen lieber Lokalgespräche. Für jeden ist das richtige Band und die richtige Sendeart dabei.

FT897 - Kurzwelle und UKW   Signalgenerator SG-25   Künstliche Antenne (Dummy Load)

Mehr Informationen über die Vielfältigkeit des Amateurfunks gibt es unter der Rubrik "Newcomer" beim Deutschen Amateur Radio Club (DARC).

  DARC Informationen für Einsteiger: http://www.darc.de/einsteiger/

Bei Interesse für den Amateurfunk und einer Mitgliedschaft im DARC bzw. in unserem Ortsverband, bitte melden bei:

Holger Hansmann, DD9BH, siehe Impressum

Handfunkgerät TH F7E   Altes Vielfachmessinstrument  

Text: Stefan Freinatis, DL6BZ
Gerätefotos: DL6BZ.

Quellen

  • Informationsmaterial des DARC,
  • Recherchen im Internet

Letzte Änderung: 28.12.2015

 

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