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Aus den Grafschafter Nachrichten vom 30.03.1967

Hobby mit Morsetaste und Mikrofon

Die Welt ins Heim geholt: Jürgen Koops ist der erste Amateurfunker der Niedergrafschaft

H a r d i n gen. "Hier Detlev JuIia fünf ...!" Immer wieder spricht Jürgen Koops aus Hardingen diese Worte in das vor ihm stehende Kristallmikrofon. D J 5 K E, das ist das offizielle, ihm von der Bundespost zugeteilte Amateurfunkzeichen, mit dem er auf einem 8O-Meter-Band deutsche und ausländischen Funkamateure in einem Umkreis von etwa 200 Kilometern rufen kann. Seit einigen Tagen hat der 20jährige, der gegenwärtig seinen Wehrdienst in Lingen ableistet, nach bestandener Amateurfunkprüfung für sein Hobby die Lizenz der Deutschen 'Bundespost. Er nimmt Kontakt mit Hermann, Walter oder Paul in Mühlhausen, Wuppertal und sonst irgendwo auf, um Grüße und Funkerfahrungen auszutauschen.

So holt sich Jürgen Koops gleichsam die Welt ins Heim. In der Bundesrepublik gibt es etwa 10000 Amateurfunker, die sich ihr Hobby auch etwas kosten lassen. Im Kreis Bentheim konzentriert sich der Amateurfunk, auf die Qbergrafschaft und auf Nordhorn. Jürgen Koops ist der erste Anhänger dieses Hobbys in der Niedergrafschaft. Schon als Junge hatte er sich gern mit Bastelarbeiteten beschäftigt. Drei Tage erst standen Sender und Empfänger - italienischer Bauart - (Kostenpunkt etwa 1 000 DM) in seinem Zimmer, und schon hatte der junge Mann mehr als dreißig Funksprechverbindungen zustandegebracht. Einstweilen darf er nur auf dem 80-Meter-Band sprechen. Demnächst wird der Bereich ausgeweitet.

Die Geschichte des Amateurfunks wie des Funkwesens überhaupt ist Jahrzehnte alt, Bereits 1908 und 1923 hatten Funkamateure maßgeblichen Anteil an der technischen Entwicklung der drahtlosen Nachrichtenübermittlung. 1914 wurde in Amerika die erste Vereinigung der Amateurfunker gegründet, gleichsam als Ausgangspunkt für eine internationale Organisation, die sich 1925 konstituierte; Mittlerweile gibt es eine halbe Million Amateurfunkstationen, überwiegend mit selbst gebastelten Sendern und Empfängern.

In ungezählten Fällen haben Amateurfunker das Leben gefährdeter Menschen gerettet. Verschiedene Lehrgänge müssen absolviert und Prüfungen abgelegt werden, bevor die Bundespost den Sende­ und Empfangsbetrieb genehmigt. Streng achtet sie darauf, daß in dieser "Branche" alles in Ordnung geht. Zuviel Mißbrauch wird mit der Morsetaste und dem Mikrofon getrieben. Kein Wunder; daß die Post deshalb alles daransetzt, "Ätherpiraten" das Handwerk zu legen. – wf -

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Zeitungsartikel GN vom 30.03.1967

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